25 Jahre bei Johannes Hübner Giessen: Ein Jubiläum mit Weitblick

Johannes Hübner Fabrik elektrischer Maschinen GmbH
Johannes Hübner Fabrik elektrischer Maschinen GmbH
Was passiert eigentlich in einem Unternehmen, das seit Jahrzehnten wächst, sich verändert und dabei trotzdem seinen Kern behält? Wir haben mit einem unserer Geschäftsführer gesprochen – über seinen Einstieg vor 25 Jahren, prägende Entscheidungen und darüber, warum sich Entwicklung hier nie „fertig“ anfühlt.

Als Frank Tscherney heute auf seine ersten Schritte im Unternehmen zurückblickt, beginnt seine Geschichte nicht mit einem ruhigen Einstieg – sondern mitten im Geschehen. Als er an seinem ersten Tag das Unternehmen betrat, war die Aufregung deutlich spürbar. Anzug und Krawatte saßen perfekt. Gleichzeitig war es ein ungewöhnlicher Tag: Der Vertrieb zog gerade aus verschiedenen Büros zusammen. „Ein guter Tag, um Kollegen wirklich kennenzulernen“, erinnert er sich heute. Schon damals wurde klar: Hier geht es nicht um starre Abläufe, sondern um Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Genau dieser Fokus auf Menschen und Miteinander prägt das Unternehmen bis heute.

Was ihn ursprünglich gereizt hat, Teil des Unternehmens zu werden, war die besondere Mischung aus Innen- und Außendienst. Angebote erstellen und gleichzeitig Kunden vor Ort besuchen. Besonders faszinierend war für ihn schon früh die internationale Ausrichtung, die zu einem der zentralen Treiber der Unternehmensentwicklung werden sollte.

Wachstum, Wandel und prägende Momente

Während neue Produkte entwickelt, zusätzliche Märkte erschlossen und das Partnernetzwerk kontinuierlich ausgebaut wurden, übernahm Frank Tscherney schrittweise Verantwortung in unterschiedlichen Bereichen bis hin zur Geschäftsführung.
Im Jahr 2008 übernahm er die Leitung des Vertriebs, 2013 wurde er in die Geschäftsführung berufen. Mit dieser neuen Rolle wandelte sich auch seine Perspektive auf das Unternehmen grundlegend: „Plötzlich geht es nicht mehr nur um einzelne Bereiche, sondern um das große Ganze – mit all seinen Chancen und Herausforderungen.“

Ein Unternehmen in Bewegung

Heute zeigt sich das Unternehmen moderner, strukturierter und gleichzeitig flexibler denn je. Die Organisation wurde gezielt weiterentwickelt, Prozesse optimiert und neue Strukturen geschaffen – immer mit dem Anspruch, das Team aktiv mitzunehmen.
Ein sichtbarer Wendepunkt war der Umzug in das neue Firmengebäude im Jahr 2015. „Das hat enorm viel verändert“, sagt Frank Tscherney. „Nicht nur nach außen, sondern vor allem intern.“ Wo zuvor Enge und verteilte Strukturen den Alltag bestimmten, entstanden neue Freiräume – für Zusammenarbeit, für Ideen und für effizientere Abläufe.
Diese Veränderungen spiegeln sich in vielen Bereichen wider: Die Entwicklungsabteilung wurde neu organisiert, Elektronik und Mechanik enger verzahnt. Einkauf und Auftragsabwicklung wurden digitalisiert und professionalisiert. Gleichzeitig entstanden neue Abteilungen wie das Marketing, das heute mit klarer Strategie, modernem Auftritt und digitalen Kanälen arbeitet.
Auch international ist das Unternehmen heute breiter aufgestellt denn je – mit eigenen Standorten in den USA und Asien, zusätzlich zu einem starken Partnernetzwerk weltweit.

Die Stärke liegt im Kern

Bei aller Entwicklung bleibt für Frank Tscherney ein Punkt zentral: die eigene Wertschöpfung. „Wir entwickeln und fertigen unsere Produkte selbst – inklusive Software. Das ist ein großer Vorteil.“ Diese Unabhängigkeit und Tiefe mache das Unternehmen robust und zukunftsfähig.
Hinzu kommt die breite Aufstellung in verschiedenen Industrien – von Krananlagen über Walzwerke bis hin zum Bergbau. „Unsere Produkte sind weltweit im Einsatz. Das zeigt, wie vielseitig wir sind.“
Doch der wichtigste Erfolgsfaktor ist für ihn ein anderer: „Wir haben ein starkes Team.“ Über alle Bereiche hinweg – von der Fertigung bis zur Auftragsabwicklung – bringe das Unternehmen ein hohes Maß an Kompetenz und Engagement zusammen.
„Das gibt Zuversicht“, sagt er. „Selbst wenn das Umfeld herausfordernd ist – und das war es eigentlich immer.“

Und außerhalb des Unternehmens?

Auch jenseits des Berufs bleibt der Geschäftsführer in Bewegung. Er reist gern, fährt Ski, spielt Tennis, was er mit einem Augenzwinkern auch als „Sport ohne zu viel Sport“ bezeichnet und ist viel in der Natur unterwegs – beim Wandern oder E-Biken.
Zeit mit Familie und Freunden ist ihm ebenso wichtig wie das Lesen oder neue Pläne zu schmieden. Und was die Zukunft angeht? „Solange ich gebraucht werde und es möglich ist, möchte ich weiterarbeiten“, sagt er. „Alles andere wird sich zeigen.“

Ein Blick nach vorn

Die Geschichte von Frank Tscherney und dem Unternehmen ist eine Geschichte von Entwicklung, Verantwortung und dem Mut, neue Wege zu gehen. Sie zeigt, wie wichtig es ist, sich kontinuierlich anzupassen – ohne die eigenen Stärken aus den Augen zu verlieren.
Oder, wie er es selbst zusammenfasst:
„Wir haben etwas Eigenes. Und genau das macht uns stark – heute und in Zukunft.“

30. April 2026 30.04.26
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