Planlos nach dem Abitur und trotzdem den Bachelor geschafft

27.11.2019

Heute gibt es mal interne Informationen und ein paar Informationen "aus dem Nähkästchen". Wir verabschieden uns von unserer Aushilfe Felicia Waldschmidt und haben sie mal genauer zu ihren Karriereweg in Mittelhessen befragt. Sie ist in Gießen auf die Schule gegangen, hat ein Studium an der THM angefangen und nebenbei bei uns gearbeitet und nun? Zunächst wollen wir mal nach deinem ersten Abschluss anfangen. Sprich, was hast du nach deinem Abitur gemacht?   Nach dem Abitur war ich planlos. Ich wusste nicht, was ich machen will, geschweige denn wie meine Zukunft aussehen soll.

Mit dem Abschluss G8 war ich ein Jahr früher fertig, doch in meiner Situation hat mir das nicht viel gebracht. Rückblickend würde ich auch behaupten, dass ich dieses fehlende Jahr eventuell gebraucht hätte, um mir über meine berufliche Zukunft klar zu werden. Demnach eine Tendenz im Laufe meines Schulabschlusses zu entwickeln, aber die Zeit ließ dies nicht zu und ich war mit dem Bestehen des Abiturs beschäftigt.

Also blieb mir nichts anderes übrig als mich zu informieren. Ob auf Karrieremessen, Schulveranstaltungen oder Informationsveranstaltungen zu Ausbildungen oder Studium, ich musste mir einen Überblick verschaffen. Und tadaa…auf den Hochschulinformationstagen (HIT) in Gießen habe ich tatsächlich meinen Studiengang entdeckt.

Ich war begeistert von dem Studiengang Social Media Systems (SMS), weil dieser eine Kombination aus Management, Informatik und Medien ist und für eine Person wie mich – die nicht wirklich stark in einen der Bereiche ist und nicht viele Kenntnisse hat– doch sehr interessant. Also startete ich 2016 mein SMS Studium.

Wie ging es dann weiter? Hast du dein Studium durchgezogen und würdest es weiterempfehlen oder hast du abgebrochen?
Es ging so weiter, dass ich heute nach drei Jahren Studium sagen kann: „Ich habe meinen Bachelor in der Tasche!“. Ich habe nicht ein einziges Mal an meinem Studium gezweifelt. Das Studium hat mir geholfen mich in meinen Fähigkeiten weiterzuentwickeln und mir neue Kenntnisse - in mir vorher drei fremden Fachrichtungen - gegeben. Daher würde ich es auf jeden Fall weiterempfehlen.

Doch nicht nur das Studium hat mir geholfen, sondern mein stetiges Arbeiten neben meinem Studium. Also auch das Regionalmanagement😊

Wie genau meinst du das? Inwieweit hat dir die Tätigkeit beim Regionalmanagement weitergeholfen?   Im Allgemeinen muss ich sagen, dass ich eher praktisch veranlagt und kein Fan von trockener Theorie bin. Daher haben mir die Projekte im Studium sowie die Arbeit nebenbei geholfen die Praxis auszuleben. Gerade beim Regionalmanagement bekommt man sehr viel Rückhalt und kann das eigene Studium super mit dem Job vereinen. Mit flexiblen Arbeitszeiten, kreativen Freiraum und tollen Teamkollegen hat es mir Spaß gemacht nebenbei zu arbeiten und meine Skills zu erweitern. Ich habe Einblicke in Systeme erhalten, die z.B. im Studium theoretisch angesprochen wurden und die ich dann beim Regionalmanagement real nutzen durfte. Es war ein tolles Gefühl die theoretischen Grundlagen in einem Unternehmen umzusetzen.

Außerdem habe ich meine Region besser kennengelernt und durch meine Arbeit beim Regionalmanagement erst mal gemerkt, was Mittelhessen vieles zu bieten hat. Es gibt tolle Unternehmen und immer mehr kommen dazu. Gerade die Start-Up Szene wächst und ich bin begeistert was "vor meine Haustür" alles passiert und Neues entsteht. 

Was hast du nun nach deinem Bachelorabschluss vor?   Ich werde zunächst ein Praktikum absolvieren, um meine praktischen Fähigkeiten zu festigen und zu erweitern. Und danach geht es für mich in einen Masterstudiengang.

Das heißt, du möchtest mal in die Berufswelt hineinschnuppern, aber noch nicht sesshaft werden?  Genau das ist der Fall. Ich werde für vier Monate Vollzeit arbeiten. Doch ich fühle mich noch nicht bereit nach dem Bachelorabschluss ins Berufsleben einzusteigen, weil ich gerne noch mehr Fachkenntnisse erlangen möchte. Ich bin noch keine Expertin und würde mich sicherer fühlen mit einem Master in der Tasche. Ich muss auch sagen, dass es wirklich unterschiedlich ist. Die einen wollen direkt ins Berufsleben und andere wiederum wollen noch etwas studieren.

Ich werde herausfinden, ob mein Plan der Richtige ist oder ich doch früher ins Berufsleben einsteige.

Abschließend noch eine Frage. Würdest du heute denselben Karriereweg einschlagen oder etwas anders machen? Und welche Tipps würdest du Schulabsolventen und -absolventinnen mit auf dem Weg geben?  Mit dem Stand heute bin ich zufrieden und würde erst mal nichts an meinen Werdegang ändern wollen. Ich habe einen guten Abschluss, hatte ein tolles Bachelorstudium, konnte viele Erfahrungen sammeln und freue mich auf das, was in Zukunft auf mich zu kommt. Ich habe nicht mehrere Tipps, jedoch einen, der mir am Herzen liegt.

Gerichtet an die Schulabsolventinnen und -absolventen: Auch wenn ihr andere Dinge um die Ohren habt, evtl. fürs Abitur lernen müsst oder lieber mit Freunden abhängt, schaut euch um und seid offen für Neues. Gerade wenn es Veranstaltungen oder Messen über neue Karrieremöglichkeiten gibt, schlendert mal drüber und seht euch um. Informiert euch und probiert Dinge aus. Hätte ich früher jemanden gehabt, der mir das gesagt hätte, dann wäre ich vielleicht nicht so planlos nach dem Abitur gewesen.

Aber genug von mir geplaudert. Ich bedanke mich für zwei tolle Jahre beim Regionalmangement und bin froh, ein Teil von Mittelhessen zu sein!





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