Impulse für die Berufsorientierung

31.03.2021

42 Kooperationsschulen hat StudiumPlus, Vertreter von 30 von ihnen kamen jetzt zu einem digitalen Round-Table-Gespräch zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen bei StudiumPlus auszutauschen und Impulse für die Berufsorientierung an den Schulen zu erhalten. Die Kooperationsschulen werden von dem dualen Studienprogramm der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) und des CompetenceCenters Duale Hochschulstudien (CCD) darin unterstützt, ihre Schülerinnen und Schüler über duale Studienangebote zu informieren. Die über 950 Partnerunternehmen helfen dabei, einen Einblick in die Anforderungen und Wünsche von Firmen an Auszubildende und Studierende zu geben.

So stellten beim runden Tisch Dr. Anne-Kathrin Roth und Michael Donges, Geschäftsführerin und Personalleiter von Roth Industries in Dautphetal, vor, was junge Menschen in dem weltweit agierenden Familienunternehmen erwartet und was das Unternehmen bei seinen Auszubildenden und dual Studierenden voraussetzt. Roth betonte das große Engagement des Unternehmens im Bereich Ausbildung. Roth Industries ist seit 2003 Partnerunternehmen von StudiumPlus. Thematisiert wurde die zunehmende Schwierigkeit, passenden Nachwuchs für das stetig wachsende Unternehmen zu finden, das unter anderem Energie- Umwelt- und Sanitärsysteme produziert. „Die Personalrekrutierung ist eine Herausforderung“, berichtete Donges. So seien die Plätze für Auszubildende, Studierende und Jahrespraktikanten für August 2021 noch nicht alle besetzt. Die sinkende Zahl der Bewerber hinge unter anderem mit dem demographischen Wandel zusammen, erläuterte Donges. Die Unternehmen müssten sich zunehmend um Nachwuchskräfte bemühen. Neben acht Ausbildungsberufen bietet Roth Industries die Bachelor-Studiengänge Betriebswirtschaft, Ingenieurwesen Maschinenbau und Ingenieurwesen Elektrotechnik sowie Wirtschaftsingenieurwesen an.

Ebenso interessant war für die Vertreter der Kooperationsschulen das Kurzreferat von Prof. Dr. Michael Guckert, der unter dem etwas provokanten Titel „Muss Mathe immer so schwer sein?“ darstellte, mit welchen Problemen Studienanfänger häufig zu kämpfen hätten. Er zeigte auf, dass sich die Zahl derer, die hochschulweit Prüfungen in Mathematik wiederholen mussten, im Pandemie-Jahr deutlich verringert habe. Dies führte er darauf zurück, dass die Studierenden die online verfügbaren Vorlesungen so lange anschauen könnten, bis der Stoff „sitzt“. Mit kurzen und gut strukturierten Lernvideos könne StudiumPlus daher auf die sehr heterogenen Vorkenntnisse und die unterschiedlichen Lernkurven der Studierenden eingehen. Lehrer und Schulleiter äußerten großes Interesse, auf solche Videos im Rahmen der Berufs- und Studienorientierung auch im Unterricht zugreifen zu können. Damit bekämen die Schüler einen Einblick in das, was in einem Studium an Mathe-Kenntnissen verlangt wird, und erführen, dass es keine Hexerei ist, sich dieses Wissen anzueignen. So könne ein Video „Keine Panik vor Thermodynamik“ beispielsweise im Physik-Leistungskurs gezeigt werden.

Großes Interesse weckte auch die Idee, dass digital gehaltene Vorlesungen zusätzlich als Probevorlesungen für Schüler genutzt werden könnten. „So können wir Lust machen auf die Fächer, die in den Unternehmen gebraucht werden“, sagte der Leitende Direktor des ZDH, Prof. Dr. Harald Danne. „Es sei gerade jetzt sehr wichtig, dass StudiumPlus und die Schulen ihre Zusammenarbeit aktiv weiterlebten, betonte Danne ebenso wie der neue CCDVorstandsvorsitzende Uwe Hainbach, der sich beim Round-Table den Schulvertretern vorstellte. „StudiumPlus arbeitet kontinuierlich am Ausbau digitaler Strukturen“, diese möchten wir auch nutzen, um uns noch besser mit unseren Schulpartnern zu vernetzen“, so Hainbach. Am runden Tisch nahmen auch mehrere Botschafter von StudiumPlus teil – das sind Absolventen und Studierende von StudiumPlus, die in den Kooperationsschulen aus erster Hand und auf Augenhöhe über das duale Studium informieren.





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