Handwerk ist keine reine Männersache mehr, Frauen können das mindestens genauso gut!

12.09.2018

Anna Bertuleit berichtet über ihre Ausbildung als Anlagenmechanikerin. Ein Beruf, den hauptsächlich Männer machen, den Sie aber jederzeit weiterempfehlen würde. Sie möchten anderen Frauen zeigen, dass Sie das erreichen können, was Sie sich wünschen!

Welche Hashtags beschreiben Ihre Ausbildung am besten? Der Beruf Anlagenmechaniker/in ist sehr vielfältig. Sanitär-, Heizung-, Klimatechnik gehören zu den Aufgabenbereichen diesen Berufs. Ich würde sagen folgende Hashtags treffen zu: #spannend #lehrreich #vielfältig

Warum haben Sie sich für diese Ausbildung entschieden? Ich habe mich ganz bewusst für die Ausbildung entschieden, weil ich wissen wollte, wie Häuser funktionieren, wie man Heizungen und Bäder baut und ich wollte wissen, wie alles funktioniert und was hinter den Wänden passiert. Es ist für die meisten ganz selbstverständlich, dass warmes Wasser aus der Leitung kommt und es warm wird, wenn man Heizkörper aufdreht. Ich habe all dies hinterfragt und ich habe gelernt, wie komplex, weitläufig und interessant das ganze Thema ist.

Warum würden Sie die Ausbildung weiterempfehlen? Ich kann die Ausbildung ganz klar weiterempfehlen, weil ich sehr viel gelernt habe und so viele nette Menschen kennen gelernt habe. Man bekommt so viel Eindrücke, die Arbeit ist jeden Tag anders und jeden Tag interessant und lehrreich. Man kann überall Informationen aufschnappen, dazulernen und das Beste, wie ich finde: man sieht jeden Tag was man gebaut und geschafft hat. Auf den Baustellen herrscht fast immer eine gute Stimmung und man hat immer was zu lachen, in den Pausen ist man flexibel und kann machen worauf man Lust hat. In der Sonne sitzen oder Einkaufen fahren oder was auch immer. Wenn es mal Probleme gibt, haben mein Chef, Jörg Drolsbach, und meine Kollegen immer ein offenes Ohr für mich. Natürlich gibt es auch mal schlechte Tage und Arbeiten, die man vielleicht lieber nicht machen möchte - aber ich kann mir Sicherheit sagen, dass es die in jedem Job gibt.

Was waren Ihre ersten Tätigkeiten, die Sie zu Beginn Ihrer Ausbildung übernehmen mussten? Die ersten Aufgaben, die ich in meiner Ausbildung gemacht habe, waren dämmen von Rohrleitungen und das vorbereiten von Bauteilen und Fittings. Am ersten Arbeitstag, durfte ich sogar Löcher für Heizungsrohrleitungen stemmen und einige Rohrleitung unter Aufsicht verbinden.  

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus? Was sind Ihre täglichen Aufgaben? Jeder Arbeitstag beginnt damit, dass wir uns alle in der Firma treffen, uns austauschen und dann auf die uns zugewiesenen Baustellen fahren. Die Aufgaben und Arbeiten sind jeden Tag anders. Deswegen ist der Job auch so vielfältig! 

Kommen Sie aus der Region Mittelhessen? Ich wurde in Wetzlar geboren, bin dort aufgewachsen, lebe dort und bleibe vorerst in Mittelhessen. Es ist einfach schön hier.

Ich bin froh, die Ausbildung gemacht zu haben, denn sie hat mir einige Türen geöffnet. Die Möglichkeiten, die sich bei einer gut absolvierten Ausbildung ergeben, sind viel besser als ich vor der Ausbildung gedacht habe. Sowohl was die Karriere angeht, als auch das finanzielle. Ich kann nun in sehr viele Richtungen gehen, mich in verschiedenste Richtungen weiter- und fortbilden und das machen, worauf ich Lust habe. Durch die gute Arbeitslage und die mangelnden Fachkräfte, sind Auszubildende und Gesellen, die sich engagieren und bemühen sehr gerne gesehen und werden von allen Seiten unterstütz, gefordert und gefördert.

An alle Frauen und Mädchen da draußen: wenn Ihr Lust habt, diesen tollen Beruf zu lernen - traut euch!
Ich bin klein und zierlich und habe es trotzdem geschafft. Handwerk ist keine reine Männersache mehr, wir können das mindestens genauso gut!
Mir sind die Kollegen auf den Baustellen, auch von anderen Gewerken (Maurer, Maler, Elektriker, Dachdecker, usw.), Kunden oder Händler immer positiv entgegen gekommen und ich habe viel Spaß in der Ausbildung gehabt, auch wenn ich (leider!!!) die einzige weibliche Person in meiner beruflichen und schulischen Laufbahn als Auszubildende war.

An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an meine Ausbildungsstätte Jörg Drolsbach GmbH&Co.KG, an Jörg und Anja und an alle Kollegen für die gute Zeit und die tolle und lehrreiche Ausbildung zur Anlagenmechanikerin.





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