Als Aushilfen beim Regionalmanagement Mittelhessen angefangen und nun? Ein Interview mit Stefan Deibel

20.03.2019

In den nächsten Wochen erfahrt ihr am Karrieremittwoch mehr über ehemalige Aushilfen des  Regionalmanagement Mittelhessen und erhaltet Informationen zu deren Karrierewegen. Alle beschreiben ihre Arbeit als Aushilfe mit den Hashtags #vielfältig, #interessant und #hilfreich. Den Anfang macht Stefan Deibel, Leiter Personalentwicklung und der SPIE Akademie. Wir fragen ihn, wie er zu dem Beruf gekommen ist, welchen Herausforderungen er sich stellen musste und was ihm sein Studium letztendlich gebracht hat.

 

Was hast du studiert und wie bist du ans Regionalmanagement Mittelhessen gekommen?
Stefan Deibel: Ich habe in Gießen an der Justus Liebig Universität BWL studiert und habe während des Studiums bereits bei der IHK Gießen-Friedberg am Standort in Friedberg gearbeitet. Über dortige Kollegen kam dann der Kontakt zum Regionalmanagement zustande. Das Regionalmanagement hat zu der Zeit einen Nachfolger für die studentische Aushilfe gesucht und ich habe die Möglichkeit bekommen beim Regionalmanagement einzusteigen.

Du hast während deines Studiums beim Regionalmanagement Mittelhessen gearbeitet. Wie würdest du die Arbeit dort beschreiben?
Deibel: Während des Studiums habe ich dort viel gemacht, was das Regionalmanagement heute noch macht. Das heißt: die Begleitung von Netzwerken und Veranstaltungen aller Art, regelmäßige Meetings oder auch große Veranstaltungen rund um die Gemeinschaftsstände der Expo Real in München aber auch die Bildungsforen in der Stadthalle in Wetzlar oder in Fernwald

Wusstest du nach dem Studium direkt wohin du möchtest? Welchen Karriereweg du einschlagen möchtest?
Deibel: Was meinen Karriereweg angeht war während des Studiums schon relativ schnell klar, dass ich mich in den Schwerpunkt Personalentwicklung, Weiterbildung und Training weiterentwickeln möchte.

Bist du vom Studium direkt an die „SPIE Akademie“ oder hattest du zunächst andere Unternehmen als Arbeitgeber?
Deibel: Über das Netzwerk des Regionalmanagements kam der Kontakt zu meiner ersten Festanstellung über das Netzwerk Bildung zustande. In Wetzlar startete ich bei der GWAB (Gesellschaft für Wirtschaftsförderung, Ausbildungs- und Beschäftigungsinitiativen) im Rahmen des Projekts Qualifizierungsoffensive Hessen für den Lahn-Dill-Kreis, das im Auftrag vom hessischen Wirtschaftsministerium durchgeführt wurde. Somit startete meine berufliche Laufbahn im Lahn-Dill-Kreis, wo ich meine Erfahrungen aus Studium und Nebentätigkeit als Projektleiter zusammenführen konnte. Neben der Beratung von kleinen und mittelständischen Unternehmen zum Thema Weiterbildung, Schulung und Fördermitteln war auch die Organisation einer Veranstaltungsreihe im Lahn-Dill-Kreis Teil des Projekts.
Im Anschluss konnte ich zur Friedhelm Loh Group in die eigene Unternehmens Akademie wechseln, Mittelhessens größter Arbeitgeber zu dieser Zeit. Dort habe ich dann mehrere Jahre als Personalentwickler gearbeitet und habe viele Projekte innerhalb des Unternehmens begleiten und leiten können. Gerade in dieser Funktion habe ich sehr viel auf vorherige Erfahrungen aus der Uni und dem Job beim Regionalmanagement profitiert: Marketing, Betriebswirtschaft, Projektmanagement und Netzwerken als wichtige Kenntnisse waren Grundlage für sehr erfolgreiche Jahre in Haiger und Herborn. Auch hier bestand die Vernetzung zu StudiumPlus oder auch in Bereichen der Nachqualifizierung über die Landkreisgrenzen hinaus. So konnten wir mehr als 50 Kollegen in 3 Jahren zum einem offiziellen Berufsabschluss führen.
2016 ergab sich die Chance für die LÜCK Gruppe eine eigene Akademie am Standort Gießen aufzubauen. Zum damaligen Zeitpunkt hatte die LÜCK Gruppe 1.000 Mitarbeiter an über 20 Standorten. In meiner Funktion als Leiter Personalentwicklung und der Akademie haben wir es geschafft ein Trainings- und Tagungszentrum aufzubauen das allen Beschäftigten die Möglichkeit gibt miteinander und voneinander zu lernen. Fachschulungen, Führungstrainings, Workshops und Developmentprogramme für alle Mitarbeiter und Führungskräfte sind unser Tagesgeschäft. Als Netzwerkplattform liegt der Schwerpunkt unserer Arbeit auf internen Entwicklungsmaßnahmen und Veranstaltungen. Allerdings öffnet die Akademie auch gerne Ihre Türen für Veranstaltungen, die Impulse ins Unternehmen bringen, um auch von außen zu lernen. Ein tolles Beispiel hierfür ist das Startup Weekend Mittelhessen, für das die damalige LÜCK Akademie erster Veranstaltungsort war. Nach den erfolgreichsten Jahren der Unternehmensgeschichte gehört das Unternehmen mittlerweile zur SPIE Deutschland und Zentraleuropa GmbH. Durch den Zusammenschluss habe ich mittlerweile 14.500 Kollegen in Deutschland, für die wir als SPIE Akademie das Thema Training und Development verantworten und steuern. Das nächste spannende Thema steht vor der Tür: Die Ergänzung des Schulungsprogramms um digitale Lernwerkzeuge und die Begleitung der SPIE-Kollegen diese für sich zu nutzen.

Abschließend: Würdest du heute denselben Karriereweg einschlagen oder etwas anders machen? Und welche Tipps würdest du Schulabsolventen und -absolventinnen mit auf dem Weg geben?
Deibel: Für mich persönlich hat der Weg rückblickend einfach gepasst. Eine sehr gute und breitgefächerte Ausbildung an der Justus-Liebig-Universität, dazu ein vielfältiges Aufgabengebiet beim Regionalmanagement und im Anschluss ein sehr gutes Netzwerk mit tollen Kolleginnen und Kollegen, die ich über die Jahre kennenlernen durfte. Für Absolventen habe ich eigentlich nur zwei Hinweise: Erstens: Sucht nach dem „Thema“ für das Ihr Euch wirklich begeistern könnt. Darin werdet ihr gut, erfolgreich und langfristig glücklich werden. Dazu gehört es auch, herauszufinden, was man nicht machen möchte - Scheitern gehört zum Lernen dazu! Zweitens: Baut euch ein persönliches Netzwerk auf und lernt die Netzwerke in Mittelhessen kennen. Die Chancen in Mittelhessen sind groß - ergreift sie!





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